INQA-Playbook: Zeitmanagement & Meeting-Kultur

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Herausforderung

Der Kalender ist voll, der Tag ist um – und die eigentliche Arbeit bleibt liegen. In vielen KMU hat sich eine Meeting-Kultur verselbständigt, die Teams ausbremst statt voranbringt.

Kommt Ihnen das bekannt vor?

  • Kalender ohne Luft: Rücken-an-Rücken-Termine von 9 bis 17 Uhr – für konzentriertes Arbeiten bleibt keine Zeit.
  • Meetings ohne Agenda: Man trifft sich, weil man sich immer trifft. Was besprochen werden soll, ist vorher unklar.
  • Zu viele Teilnehmende: Acht Leute im Call, aber nur drei sind wirklich beteiligt – der Rest hört zu oder macht nebenbei etwas anderes.
  • Ergebnisse verschwinden: Nach dem Meeting weiß niemand, was beschlossen wurde. Aufgaben werden nicht nachverfolgt.
  • Kommunikation nur synchron: Jede Frage wird zum Termin, statt sie asynchron zu klären – per Chat, Dokument oder kurzem Video.
  • Fokuszeit als Luxus: Ungestörtes Arbeiten ist nur vor 8 oder nach 18 Uhr möglich – das frisst Energie und Motivation.
  • Führungskräfte als Meeting-Marathonläufer: Die meistbeschäftigten Personen haben die wenigste Zeit zum Nachdenken und Entscheiden.
  • Keine Regeln, keine Reflexion: Es gibt weder Leitlinien für Meetings noch wird die Meeting-Kultur je hinterfragt.

Ziel

Gemeinsam entwickeln wir eine neue Meeting-Kultur und schaffen Strukturen für echte Fokuszeit. Weniger Meetings, bessere Ergebnisse – und ein Team, das wieder Luft zum Arbeiten hat.

So läuft das Coaching ab

Phase 1

Erstberatung & Coaching-Scheck

  • Gemeinsames Erstgespräch: Wie sieht ein typischer Tag in Ihrem Unternehmen aus?
  • Erste Einschätzung: Wie viel Zeit geht wirklich in Meetings?
  • Begleitung zur INQA-Beratungsstelle und Beantragung des Coaching-Schecks
  • Festlegung des Coaching-Schwerpunkts: Meeting-Kultur, Fokuszeit oder beides?
Phase 2

Coaching im Betrieb bis zu 12 Coaching-Tage, 7 Monate

Analyse & Bestandsaufnahme (Tag 1–3)

  • Kalenderanalyse: Wie viel Zeit verbringt das Team tatsächlich in Meetings?
  • Meeting-Audit: Welche Termine sind nötig, welche sind Gewohnheit?
  • Interviews mit Mitarbeitenden und Führungskräften: Was fehlt, was stört?
  • Identifikation der größten Zeitfresser und Quick Wins

Neue Formate & Regeln (Tag 4–8)

  • Meeting-Leitlinien gemeinsam entwickeln: Wann ein Meeting, wann reicht eine Nachricht?
  • Schlanke Formate einführen: Stand-ups, Timeboxing, Entscheidungs-Templates
  • Fokuszeit-Blöcke im Team etablieren: Termine, in denen nicht gestört wird
  • Asynchrone Alternativen erproben: Loom-Videos, Statusupdates per Chat, gemeinsame Dokumente
  • Pilotphase: Ein Team testet die neuen Regeln im Alltag

Verankerung & Skalierung (Tag 9–12)

  • Auswertung der Pilotphase: Was hat sich verändert? Wie viel Zeit wurde gewonnen?
  • Anpassung und Roll-out auf weitere Teams
  • Führungskräfte als Vorbilder: Meeting-Hygiene vorleben
  • Regelmäßige Retrospektiven zur Meeting-Kultur verankern
Phase 3

Abschluss & nachhaltige Wirkung

  • Abschlussgespräch mit der INQA-Beratungsstelle
  • Ergebnisdokumentation: Eingesparte Meeting-Stunden, Feedback, neue Formate
  • Übergabe von Meeting-Leitlinien, Format-Vorlagen und Retrospektiven-Fahrplan
  • Empfehlungen für die Weiterentwicklung der Arbeitskultur

Was Sie nach dem Coaching haben

✓ Deutlich weniger und kürzere Meetings – ohne dass Informationen verloren gehen
✓ Etablierte Fokuszeit-Blöcke für konzentriertes Arbeiten
✓ Klare Meeting-Leitlinien, die das ganze Team kennt und lebt
✓ Asynchrone Kommunikationsformate als echte Alternative
✓ Führungskräfte, die Meeting-Hygiene vorleben und einfordern